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Chefsache

LESERBRIEFE

«Klosterplatz: Bezirk widerspricht dem Bildungsdepartement/EA 89/19

Wenn ein Freund krank ist, wünsche ich ihm «gute Besserung». Dem armen Klosterplatz kann ich nur «gute Pflästerung» wünschen. Und was die Fugen betrifft: Hier hilft nur eine Fügung. Eine göttliche Fügung. Wie damals 948 bei der Engelweihe. Chefsache sozusagen.

Monika Sauerteig Hauptstrasse (Einsiedeln)

«Verkehr verlagert sich automatisch » (EA 89/19)

Manchmal kommt es mir vor, wie wenn bei der Verkehrsplanung das «Laissez-faire» vorherrscht bzw. es das Ziel ist, den motorisierten Verkehr zu animieren, Dezibels, Geschwindigkeit und CO2-Ausstoss zu maximieren. Nach den Diskussionen zu den Strassen um den Sihlsee ist es nun die automatische oder gezielte Verlagerung des Verkehrs ins Alpthal auf die Allmeindstrasse.

Wenn die Fahrzeuge auf der neuen gegenüber der alten Route bei einer über 35 Prozent längeren Distanz ein paar Sekunden Zeit gewinnen, heisst dies, dass so durch ein Wohnquartier deutlich schneller gefahren wird. Dies obwohl hier wegen den Schulwegen eigentlich Tempo 30 statt 50 erforderlich wäre. Sehr viele verkehrsunerfahrene Primarschüler des Schulhauses Kornhausstrasse müssen auf ihrem Schulweg die Allmeindstrasse überqueren, viele sogar zweimal, davon einmal ohne Zebrastreifen. Zudem trennt diese Strasse den Sand- vom Hauptfussballplatz, so dass viele Kinder auch am Abend über diese Strasse rennen, was vor allem bei Dunkelheit noch kritischer ist. Ich denke, dies ist ein schlicht nicht zu verantwortendes Gefahrenpotenzial und sollte eigentlich zu einer Sperrung des Transitverkehrs führen, statt diesen noch zu forcieren.

Man kann es zwar tatsächlich nie allen recht machen, aber Verkehrsplanung darf nicht auf dem Buckel der schwächsten Verkehrsteilnehmer gemacht werden. Der Fokus einer verantwortungsbewussten, aktiven Verkehrsplanung sollte es deshalb sein, Lärmbelästigungen (viel Lärm wird sogar mutwillig generiert) und Gefahrenpotenziale zu minimieren. Das Hauptproblem des allabendlichen Staus ist ja nicht die heutige Strecke ins Alptal via untere Hauptstrasse, sondern vor allem der Bahnhofskreisel, der mit dieser verkehrten Verkehrsumlagerung um kein Jota entlastet, beziehungsweise effizienter gemacht wird. Hier sind kreativere Lösung gefragt. Zum Beispiel könnte mittels einer temporär aktiven Lichtsignalanlage mit verkehrsabhängigen Grün-/Rotphasen und flankierenden Massnahmen zwischen Kreisel und Langrütistrasse der Durchsatz beim Kreisel massiv erhöht und die Stauzeiten reduziert werden.

Fazit: Der Verkehr ins Alpthal ist auf der heutigen Route zu kanalisieren und mit Tempo 30 mindestens auf der Allmeindstrasse für den Schleichverkehr unattraktiver und insbesonders für die Kinder sicherer zu machen. Sicherheit und Menschenleben sind nun einfach mal wichtiger als mit höheren Geschwindigkeiten auf längeren Strecken durch ein Wohngebiet den Motorfahrzeuglenkern ein paar Sekunden Zeitgewinn zu verschaffen.

Hansjörg Menzi (Einsiedeln) [email protected]

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