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Innerschweizer Schwingfest 2026 in Arth

Innerschweizer Schwingfest 2026 in Arth Innerschweizer Schwingfest 2026 in Arth

Die Vergabe des Verbandsanlasses 2026 nach Arth und verschiedene Ehrungen standen im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung am letzten Samstag in Oberägeri. Der Nachwuchsbereich entwickelte sich positiv.

Verbandspräsident André Sigrist (Stalden) führte bei seinem ers-ten Jahresrückblick zügig durch die Traktanden. Er konnte am frühen Samstagmorgen in der Mehrzweckhalle Maienmatt 202 Anwesende begrüssen. Die verschiedenen Berichte gaben erwartungsgemäss keinerlei Anlass zu Diskussionen. Der Vorsitzende streifte in seinem Rapport mehrere Themen. Auch wenn am Unspunnenschwinget das Tüpfchen auf dem i fehlte, zeigten die Innerschweizer eine starke Mannschaftsleistung. Weiter lobte er das tadellos organisierte «Innerschweizerische» in Dagmersellen. Ein Volltreffer war auch der in Siebnen vom Schwingklub March-Höfe bes-tens organisierte Innerschweizer Nachwuchsschwingertag. Erwähnung fand in seinen Ausführungen ebenfalls die Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen des Schwyzer Kantonalen Schwingerverbandes in Rothenthurm. In seinem Bericht legte er die Finger aber auch auf wunde Stellen. So seien Tatsachenentscheide von den Medien stark aufgeblasen worden. Ebenfalls keinen Gefallen fand er an der nicht immer glücklichen Wortwahl der Fernsehkommentatoren und ihrer Experten.

Tausendergrenze geknackt Erfreulich entwickelten sich die Mitgliederzahlen. Der Verband weist 18’976 Mitglieder auf, wovon 932 Aktive (–4) und 1014 Jungschwinger (+117). Damit konnte im Nachwuchsbereich erstmals die Tausendergrenze überschritten werden.

Stefan Muff ging in seiner Funktion als technischer Leiter auf die Leistungen der Aktiven ein. Obschon der Sieg am Unspunnenschwinget fehlte, hielt er fest: «Wir bewegen uns in die richtige Richtung.» In Abwesenheit von Schwingerkönig Joel Wicki wurde Pirmin Reichmuth in Interlaken Zweiter. Er ist überzeugt, dass hinter der Spitze grosses Potenzial von jungen Schwingern nachrückt. Diese Tatsache stimmt ihn für die Zukunft zuversichtlich. Die beiden erfolgreichsten Schwinger Joel Wicki und Pirmin Reichmuth wurden speziell geehrt. In der Jahresmeisterschaft klassierte sich Wicki im sechsten und Reichmuth im achten Rang. Mike Müllestein (13.), Christian Schuler (17.) und Michael Gwerder (21.) waren die erfolgreichsten Schwyzer.

Christian Durscher freute sich insbesondere über den Zuwachs der Jungschwinger. An 38 Nachwuchsanlässen haben 204 Teilnehmer pro Schwingfest teilgenommen. 502 Jugendliche machten in der Innerschweiz am landesweit angebotenen Schnupperschwingertag mit. Damit die Nachwuchsschwinger das Schwingen von Grund auf erlernen und sich eine vielseitige Technik aneignen, werden Jugend + Sport Stufenprüfungen durchgeführt. Er schloss seinen Bericht mit den Worten: «Eine gezielte Nachwuchsförderung ist das Fundament für die Zukunft.» Die Jahresrechnung schloss mit einem erfreulichen Gewinn von rund 28’000 Franken ab. Wesentlich beigetragen zu diesem erfreulichen Ergebnis hat der Beitrag von 97’000 Franken vom «Innerschweizer» in Dagmersellen. Das Verbandsvermögen beläuft sich auf 242’000 Franken.

Arth Austragungsort 2026 OK-Präsident Peter Hegglin informierte über den Stand der Vorbereitungen des diesjährigen «Innerschweizerischen» am 7. Juli in Menzingen. Dazu wird eine Arena für 10’000 Zuschauer aufgebaut. Wegen der engen Platzverhältnisse setzt das Organisationskomitee auf den öffentlichen Verkehr. Ein Jahr später wird der Verbandsanlass in Schattdorf durchgeführt. Für 2026 wurde Arth als Festort gewählt. Die Organisation liegt in den Händen des Rigiverbandes. Als OK-Präsident steht dem Anlass der ehemalige Kranzer und Verbandsfunktionär Fidel Schorno vor. «Als Massstab haben wir das «Innerschweizer» von Flüelen 2019 mit 8800 Zuschauenden genommen.» Er ärgerte sich, dass am 5. Juli 2026 ebenfalls das Bernisch Kantonalschwingfest im Wankdorf stattfindet. Bis jetzt war der erste Julisonntag immer das Datum für das «Innerschweizer». «Es sollte doch möglich sein, solche Datenkollisionen zu vermeiden. Der Verband ist hier gefordert.» Der Innerschweizer Nachwuchsschwingertag 2025 wird in Ennetbürgen ausgetragen.

Für ihre grossen Verdienste wurden Sepp Forster (Merlischachen), Josef Schilter (Flüelen), Stefan Aregger (Hergiswil) und René Schuler (Seedorf) die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Als Höhepunkte stehen dieses Jahr der Eidgenössische Nachwuchsschwingertag, 25. August, in Sion, und das Jubiläumsschwingfest «125 Eidgenössischer Schwingerverband», 8. September, in Appenzell, mit den 120 besten Schwingern, im reich befrachteten Festkalender.

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