Annemarie Auf der Maur-Marty

Mo, 24. Jun. 2013

 

Liebs Mami, als erschts vo vier Chinde bisch du am 24. Januar 1940 im Ybrig uf d'Wält chou. Nach dir sind nu d'Margrit, de Ernst und de Erwin dä Anna und am Josef Marty-Marty gschänkt worde. Du häsch scho früh müesse Verantwortig au für dini Gschwüschterti übernäh und bisch aber au für mänge Streich z'ha gsy. Schaffe händer scho müesse, das hät eifach dezue ghöirt. Bsunders gärn bisch uf d'Alp Spital gange, das hät dir vill bedütet.

Nach der Schuel bisch uswärts gu schaffe. Zäme mit dinere langjährige Fründin Maria bisch z'Feldbach glandet. Wo du dänn i de Chnöpflifabrik im Euthal agstellt gsy bisch, häsch am Abig nu im Rössli im Ybrig serviert. Gserviert häsch au im Hof z'Ibach. Wo dich denn die Burschte scho kännt händ und dir eine ganz bsunders de Hof gmacht hät. Dä Walter Auf der Maur häts Ränne gmacht. Du sigsch dir mängisch wie d'Julia vorchou, wänn dä Romeo uf de Strass une zu dir ufe grüeft hät. 

I de Familie vom Walter bisch du vo Afang a herzlich ufgnou worde und häsch bis am Schluss liebivolli Kontakt mit dine Schwägerinne und Schwager pflegt. Ihr zwei händs welle wüsse und händ am 19. April 1960 dä Bund fürs Läbe gschlosse und sind uf Einsiedle zoge. 

De Dädi hät det sini Arbet i de Ziegeli gha. Scho gli hät de chli Walti üchers Läbe bericheret. Es Jour spöiter isch dä d'Annalis, im 64 de Roman und schlussendlich im 67 d'Erika i die Familie ine chou. Es isch immer öppis gloffe mit dere Bandi, du häsch vill gschaffet und bisch für alli da gsy. Vill schöins häsch dörfe erläbe und au schwäri Zyte häts gäh. Aber du bisch immer ä läbesfrohe Mänsch gsy und häsch us dem wo gsy isch s'Beschte gmacht. De Wald, vor allem i de Brännte, s'Beerne und s'Pilzne hät bi üs dezue ghöirt. Ä feini Suppe uf em Füür hät dänn nüd dörfe fehle.

D'Übernahm vom Röthlisberger-Hus hät dir vill Freud gmacht, bsunders de Garte häsch du immer pflegt und schöini Blueme zoge. Für näs Schwätzli bisch natürli au z'ha gsy. Im Bodmer Ton bisch du vili Jour e trüi Mitarbeiteri gsy. D'Chind sind gröisser worde und händ ihri Schätz heibracht, die händ schnäll zur Familie ghöirt. De Coop isch en wyteri Arbetsstell worde. Vill Lüt händ dini fründlich und hilfsbereiti Art gschätzt und sind extra dich gu frage, wenn's öppis gsuecht händ. 

D'Annalis isch die erschti gsy, wo uszoge isch und mit em Sepp en Familie gründet hät. Im 1983 häsch du dis erschte Grosschind de Andreas chönne i d'Arme näh und bisch ihm bis zum Schluss tüf verbunde gsy. S'zweite Grosschind de Christian häsch denn leider nur vier Jour dörfe gnüsse, will er ame Hirntumor gstorbe isch. Dä Dädi isch fescht chrank worde und isch nu vor em Christian übere i die ander Wält gange. Mit 47 bisch ällei da gstande. Zum Glück sind dini Chind scho dusse gsy. Au wänn du’s schwär gha häsch die beide Verlüscht z'träge, häsch nie dini Läbesfreud und din Humor verlore. Im Gägeteil du bisch use gange, häsch dich im Cäciliechor, bi de Samariter und bi de Bürgerwehr wohlgfühlt und mit Freud mit-
gmacht.

D'Musig hät dich immer begleitet, vor allem die volkstümlich. Du bisch fürs Läbe gärn gu tanze und mit liebe Fründe gu Musig lose. Au i d'Ferie bisch gärä gange, eifach nüd zwyt ewäg. D'Fasnacht hät fascht nüd ohni dich chönne stattfinde, du häsch das fröhliche Tribe vo Härze gliebt. Eis ums ander vo dine Chind hät ghürate und sälber Chind überchou. All dini 13 Gross-
chind häsch du vo Härze gäre gha und bisch für alli s'gliebte Grossmami gsy.

Wo du nümme i Coop bisch gu schaffe, häsch en nüi Useforderig gsuecht und im Clarolade gfunde. Mit vill Freud und Higab häsch du det dini Chunde bis vor churzem bedient. S'Brockehus isch dir au sehr wichtig gsy. Unzähligi Stunde häsch du dete verbracht mit aschriebe, schön arichte und ver-
chaufe. Häsch sogar gseit mir söllet jetzt us diner Wohnig äs Brockehus mache. I so vill andere Verein bisch du au nu gsy und häsch vill ehreamtlichi Arbet gleischtet. I de Cafeteria i de Gerbi bisch vili Jour ä trüi Hälferi gsy. Überhaupt bisch für alli da gsy, wänn's dich brucht händ.

D'Huftoperatione häsch lang vor dich ane gschobe und dich devor gfürchtet. Vill schlimmer isch es dänn am 25. März vo dem Jour worde, wo du wegere vermuetete Lungeentzündig is Spital Einsiedle häsch müesse gah. S'isch dir nümme vergönnt gsy numal hei z'chou. En Darmtumor und en Lebere voll mit Metastase händ dir iner chürzischter Zyt all dini Chräft gnou. De Pater Aaron isch dir am Karfriitig Krankesalbig gu spände und hät dich und üs bis am Schluss liebevoll begleitet und unterstützt. Nach de Operation a Ouschtere im Triemli bisch nachher numal uf Einsiedle is Spital und dänn nu drü Wuche is Adelheid z'Unterägeri chou. Es isch dir immer schlechter und schlechter gange, häsch zwar nu es Höich gha, wo aber leider nüd so lang aneghebt hät. 

Du bisch im Adelheid deheime gsy und häsch dich ufghobe gfühlt. Am Dunnschtig, 23. Mai händs dich nu is Etzel uf Feusisberg bracht, wo du genau zwei Mönet nach de Spitaliwisig am Samstig am 25. Mai fridlich im Chreis vo dine Liebe igschlafe bisch. Ganz vill liebi Mänsche händ dich uf dim letschte Wäg begleitet. Mir sind
trurig, aber au sehr dankbar, dass mir so es liebs Mamuseli händ dörfe ha, wo nüd nur für üs sondern für alli es riesigs Härz gha hät und d'Freud und d'Liebi wytergschänkt hät.

I Liebi und Dankbarkeit

Dini Chinde und Grosschinde

 

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