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Das war Alters-«heimelig»

Das war Alters-«heimelig» Das war Alters-«heimelig»
Das war Alters-«heimelig» Die Autorin Blanca Imboden las am Mittwoch aus ihrem neuen Buch Eine besondere Lesung war am vergangenen Mittwoch in der öffentlichen Bibliothek an der Klostermühlestrasse zu erleben. Blanca Imboden war mit ihrem neuesten Buch «heimelig» zu Gast.

Die Autorin Blanca Imboden las am Mittwoch aus ihrem neuen Buch

Eine besondere Lesung war am vergangenen Mittwoch in der öffentlichen Bibliothek an der Klostermühlestrasse zu erleben. Blanca Imboden war mit ihrem neuesten Buch «heimelig» zu Gast.

heka. «Heimelig» ist ein Werk mit Geschichten aus einem Altersheim, auf unterhaltsame Weise geschildert. Allerdings war es keine Lesung im üblichen Sinn. Blanca Imboden präsentierte nicht nur ihr siebzehntes Buch, sondern erzählte vielmehr auf sehr originelle und humorvolle Weise vom Weg zum Stoff, dem ganzen Drum und Dran bei der Entstehung eines Werkes. Die zahlreiche Zuhörerschaft nahm solches gut gelaunt gerne entgegen.

Bilder nach Imboden-Art

Auf die Frage, ob sie nicht schon daran gedacht hätte, eine Biografie zu schreiben, antwortete sie, dass in verschiedenen Werken Bilder aus ihrem Leben sichtbar würden. Solches zeigte sie auch anhand von Beispielen aus dem aktuellen Buch «heimelig». Darin sind Stellen zu finden, die ihre Mutter betreffen, als diese ins Altersheim zügelte. Es werden Lösungen von unverhofften Widerwärtigkeiten bei der Erfüllung von speziellen Ansprüchen aufgezeigt.

Allerdings läuft solches bei der Schwyzer Autorin nicht einfach so ab. Es werden Bilder nach Imboden- Art sichtbar, solcherart wird der Alltag der Seniorenschar nicht als eintöniger Trott dargestellt. Wer der Autorin zuhört, erlebt abwechslungsreiche Wirklichkeitsnähe. Ihre Sprache ist sehr direkt und damit allgemein gut verständlich. Künstliches Gehabe entspricht nicht ihrem Naturell. Die Autorin erzählt auch, dass sie bei ihren jeweiligen Recherchen allerlei Neues entdecken könne. Ob das nun zum Thema sei, oder ihr Allgemeinwissen vermehre, spiele dabei eine sekundäre Rolle.

Entstehung eines Werkes

Wer ihr zuhört, glaubt alsbald feststellen zu können, dass der Stoff ihrer Bücher aus der Kombination waches Auge, wacher Geist und Mut, das Aufgenommene frei in die Zeilen zu setzen, entsteht. Auch scheut sich Blanca Imboden nicht, Selbstironie einfliessen zu lassen. Es ist vorstellbar, dass dieses Rezept ihrem Erfolg zugrunde liegt. Unausweichliche Diskussionen mit den Verlags-Lektoren und -Korrektoren entstehen durch unterschiedliche Betrachtung der Stilarten, respektive Ausdrucksform. Bekanntlich sehen nie zwei Menschen das gleiche Bild im gleichen Empfinden. Solch unterschiedliche Sichtweise jeweils auf einen Nenner zu bringen, ist dann die Kunst der Verlagsarbeit.

Ein Hörbuch in Planung

Bekanntlich steht das Verlagswesen nicht still. Solches belegt die Erwähnung des Abends, dass beim Verlag «Wörterseh» ein Hörbuch in der Planungsphase stehe. Die Leserschaft, hier dann Hörerschaft, wartet nun bereits gespannt auf das Resultat.

Der einmütige Applaus war verdienter Dank für die unterhaltsame Präsentation. Auch konnte an diesem Abend erneut festgestellt werden, dass die «Öffentliche Bibliothek Einsiedeln» eine sinnvolle Institution im Dienste des Buches ist. Für Interessenten sind signierte Exemplare in der Buchhandlung Benziger erhältlich.

Blicken auf einen gelungenen Abend zurück: Buchhändler Joe Fuchs und Autorin Blanca Imboden. Foto: Karl Hensler

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