Veröffentlicht am

Aug in Aug mit Greif- und Raubvögeln

Aug in Aug mit Greif- und Raubvögeln Aug in Aug mit Greif- und Raubvögeln
Aug in Aug mit Greif- und Raubvögeln Fast 60 Oberiberger Senioren machten einen Abstecher ins Ländle nach Malbun Die Oberiberger Reisegruppe reiste zum wichtigsten Ferienort des Fürstentums Lichtenstein, Malbun. Eine spannende Greifvogelshow war eines von mehreren Highlights.

Fast 60 Oberiberger Senioren machten einen Abstecher ins Ländle nach Malbun

Die Oberiberger Reisegruppe reiste zum wichtigsten Ferienort des Fürstentums Lichtenstein, Malbun. Eine spannende Greifvogelshow war eines von mehreren Highlights.

kl. Mit dem letzten Mittwoch hatten die Pro-Senectute-Vertreterinnen Annelies Reichmuth und Claudia Meyer einen idealen Ausflugstag bestimmt. Lauter frohe und erwartungsvolle Gesichter konnten die Busfahrer Ernst Gyr (Chleri) und Hans Hess in den zwei Bussen willkommen heissen. Die Fahrt ging bei herrlichstem Reisewetter nach Weesen am Walensee, wo man sich im Parkhotel Schwert mit Kaffee und Gipfeli stärken konnte. Man hatte genügend Zeit, den schon in der Römerzeit wichtigen Handelsplatz (wie es auch Quinten, Terzen, Quarten sind) etwas zu erkunden. Eindrücklich, die südländisch anmutende Parkanlage am See mit dem exotischen Baumbestand. Man bestaunte das Denkmal für Conrad Escher, der im 19. Jahrhundert die Linthkorrektion durchführte und so auch Weesen von den immer wieder auftretenden Hochwassern befreite; am Denkmal sieht man die kaum vorstellbaren Höchstwasserstände.

Die Fahrt ging weiter. Man vernahm einige interessante Zahlen vom stillgelegten Eisenbergwerk Gonzen, das heute nur noch Museumscharakter hat. Auf der ganzen Strecke wurde man von den Fahrern auf die Naturschönheiten hingewiesen, gespickt zwischendurch mit einem träfen Witz.

Ab dem liechtensteinischen Triesen gings über 1000 Meter höher in den im Moment sehr ruhigen Wintersportort Malbun. Alle genossen die Fahrt in die Höhe mit den immer wieder ändernden, wunderbaren Ausblicken ins St. Galler Rheintal. Im Galina-Hotel genossen alle das feine Mittagessen und in einer Pause spielten Toni Holdener am Akkordeon und Hans Hess am Klavier ein paar lüpfige Tänzli.

Höhepunkt des Tages war die nachmittägliche Greifvogel-Flugshow. Der Falkner Norman Vögeli (nomen est omen) zog die rund 100 Zuschauer (es waren noch andere Gruppen da) mit seinen Raub- und Greifvögeln augenblicklich in seinen Bann. Man erfuhr, dass er schon seit seinem 8. Lebensjahr mit dem Falknen angefangen habe und dass der Ursprung der Falknerei aus der Mongolei, Kasachstan und Kirgistan komme.

Beeindruckende Tiere

Als erstes präsentierte er die weltweit grösste Eule, den Uhu, der bei einem Körpergewicht von viereinhalb Kilogramm und einer Flügelspannweite von 1,60 Meter täglich 1,5 Kilogramm Fleisch verzehrt. Der Bussard, Hühnervogel oder Habicht kam als nächstes an die Reihe. Dann, der Vogel aller Vögel, wie ihn der Verhaltensforscher Konrad Lorenz nannte: Pellegrino, der Wanderfalke. Mit bis zu 390 Kilometern pro Stunde im Sturzflug hole er sich seine Beute!

Ganz etwas anderes ist der schlaue Kolkrabe, ein Muskelpaket, der auf richtig gescheite Art zu seiner Nahrung kommt. Zum Schluss seiner stündigen Show wurde sein Liebling, mit dem er sozusagen seit 28 Jahren verheiratet sei, vorgeführt. Ein neun Kilogramm schwerer Steinadler oder Golden Eagle mit einer Flügelspannweite von 220 Zentimetern. Dieses und all die andern Exemplare konnte man hautnah (oder sagt man federnah?) erleben, indem er sie dem begeisterten Publikum auf Augenhöhe präsentierte. Auch durften sich einige Zuschauer den obligaten Handschuh anziehen und als Falkner fungieren.

Vor der Heimfahrt wurde noch eine Gruppenfoto gemacht und dann gings zügig heimwärts. Wie geplant, kam man wohlbehalten um 18 Uhr wieder im Bergdorf an. Alle waren sich einig: Dieser Tag wird uns noch einige Zeit in Erinnerung bleiben.

Die gut gelaunte Reiseschar freute sich auch über das schöne Sommerwetter. Fotos: Klemens Lagler

Die Greifvogel-Flugshow war der Höhepunkt des Ausfluges.

LAST NEWS