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Spital Einsiedeln kündigt Kurskorrektur an

Spital Einsiedeln kündigt Kurskorrektur an Spital Einsiedeln kündigt Kurskorrektur an
Vi. Für den neuen Direktor Urs Birchler (Foto) kann das Spital Einsiedeln nur mit einem Strategiewechsel zurück in die Gewinnzone geführt werden. Gesucht werden Kooperationen inner- und ausserhalb des Spitals

Dem abrupten Abgang von Spitaldirektor Reto Jeger ist ein «mehrwöchiger Entscheidungsprozess» vorausgegangen, erklärt der neue Interimsleiter Urs Birchler im Interview mit unserer Zeitung. Offenbar konnten sich Stiftungsrat und Direktion auf keine gemeinsame Strategie einigen. In Konsequenz dessen hat man sich «im gegenseitigen Einvernehmen getrennt».
Ohne Fusionspartner, ohne Strategie und ohne Direktor befindet sich das Spital aktuell in einer verfahrenen Situation. Dass die Zeit drängt, weiss auch Birchler: «Das Jahr 2019 muss und wird die Trendwende bringen.» Er persönlich ist überzeugt, dass das Spital den Turnaround schafft. Allerdings bedarf es dazu einer Kurskorrektur. Wachstum alleine mit einer Vorwärtsstruktur ist für Birchler «nicht realisierbar». Damit das Haus finanziell wieder ins Lot kommt, müssen auch die Kosten gesenkt werden.
Einsiedeln ist für den ehemaligen Direktionspräsidenten des Berner Inselspitals kein Einzelfall: «Spitäler mit weniger als 100 Betten können die Herausforderungen alleine nicht mehr meistern.» Trotz gescheiterter Fusion mit Lachen hat Einsiedeln seine Fühler bereits wieder ausgestreckt. «Wir sind mit ausserkantonalen Spitälern ernsthaft im Gespräch. Bis im Herbst 2019 wissen wir mehr.»
Zudem sollen auch das Spitalpersonal, die Beleg- und die Hausärzte wieder vermehrt in die Meinungsbildung integriert werden. Auch das ein Zeichen der Korrektur.

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