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Das Herz aus nächster Nähe betrachtet

Das Herz aus nächster Nähe betrachtet Das Herz aus nächster Nähe betrachtet

PUBLIREPORTAGE – NEUES AUS DEM SPITAL

Was früher nicht zum Angebot des Spitals Einsiedeln zählte, ist seit der Übernahme durch AMEOS mittlerweile zur Routine geworden: Die hochspezialisierte Untersuchung des Herzens mittels einer Ultraschallsonde über die Speiseröhre. Eine Einsiedlerin erlaubte die Begleitung der Untersuchung durch den Kardiologen und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Dr. med. Hans-Ulrich Kain. Die Patientin blieb dabei gelassen.

Auf einmal wurde es dramatisch. Das Augenlicht des einen Auges war plötzlich weg. Und aus dem anfänglich noch flauen Gefühl des Morgens wurde Panik. Die Einsiedler Patientin, die namentlich ungenannt bleiben möchte, wurde kurze Zeit darauf auf dem Notfall des AMEOS Spitals Einsiedeln vorstellig. «Nebst dem, dass ich auf dem einen Auge nichts mehr sehen konnte, war mir auch schwindlig, ich konnte den Arm nicht mehr richtig heben und ich hatte Bewegungsstörungen in der Hand», schildert die 48-jährige Einsiedlerin die damalige Akutsituation. Das war Anfang Mai. Damals ging es sofort – mit Verdacht auf einen Hirnschlag – ab ins Triemlispital nach Zürich.

Hand in Hand

Eine genaue Diagnose konnten die Ärzte auch nach intensiven Abklärungen seither noch nicht stellen. Zu komplex und unspezifisch waren und sind die Symptome. «Den einen Arm kann ich schon seit sechs Monaten immer mal wieder nicht richtig spüren, begleitet von einem diffusen Unwohlsein.» Um eine klare Diagnose zu stellen, reiht sich für die Einsiedlerin seit dem Vorfall im Mai nun Untersuchung an Untersuchung. Die beteiligten Ärzte wollen es genau wissen – und arbeiten für eine verlässliche Diagnose Hand in Hand.

Kleine Öffnung im Herzen Es ist ein Tag im Juni, an dem für die Patientin ein weiterer Untersuch ansteht. Dieses Mal auf der Kardiologie des AMEOS Spitals Einsiedeln. Der Kardiologe und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Dr. med. Hans-Ulrich Kain, wird eine sogenannte Transösophageale Echokardiographie, kurz TEE oder auch bekannt als Schluckecho, durchführen. Dabei handelt es sich um eine hochspezialisierte Untersuchung des Herzens mittels einer fingerdicken Ultraschallsonde über die Speiseröhre. «Wegen des einstigen Verdachts eines Schlaganfalls, will ich heute untersuchen, ob die Patientin ein sogenanntes Foramen ovale hat», erklärt der Kardiologe. Hierbei handle es sich um eine kleine Öffnung zwischen dem rechten und linken Vorhof des Herzens, die normalerweise ein paar Wochen nach der Geburt zuwächst, erklärt der Spezialist weiter. «Aber eben nicht bei allen Menschen.» In solch einem Fall ist es möglich, dass bei Betroffenen ein Blutgerinnsel durch diese Öffnung in den oberen Bereich des Körpers und letzten Endes auch ins Hirn wandern kann. «Ein Hirnschlag kann dann die Folge sein», sagt Kain.

Volle Konzentration Vor dem anstehenden Untersuch ist die Einsiedlerin die Ruhe selbst: «Ich habe volles Vertrauen zu Dr. Kain. Er hat mich sehr gut informiert und aufgeklärt», sagt die Patientin. Auch wenn diese spezialisierte Untersuchung am AMEOS Spital Einsiedeln erst angeboten werden kann, seit der Kardiologe Hans-Ulrich Kain seinen Weg als Chefarzt nach Einsiedeln gefunden hat, wirkt das Team, das ihn während der Vorbereitung und Überwachung der Patientin unterstützt, bereits routiniert. «Wir haben in Einsiedeln mittlerweile schon viele TEE durchgeführt», so Hans-Ulrich Kain. «Sie werden nun in einen leichten Schlaf gelegt», sagt Oberarzt Semir Klokic mit ruhiger Stimme und verabreicht der Patientin über die Armvene ein Beruhigungsmittel. Die Patientin döst gelassen weg, während ihr der Oberarzt nicht von der Seite weicht und alles kontrolliert. Nun führt Dr. Kain die Ultraschallsonde in die Speiseröhre ein und fixiert dabei den Bildschirm. Jeder Handgriff sitzt. «Die Speiseröhre verläuft direkt hinter dem Herzen, so dass bei dieser Untersuchung nur wenig Gewebe zwischen der Sonde und dem Herzen liegt», erklärt er. Das Herz der Einsiedlerin schlägt regelmässig. Hochkonzentriert prüft der Kardiologe jedes Bild, währenddessen er die Ultraschallsonde nur gering hin und her bewegt. «Nun bitte noch das Kontrastmittel», fordert er das Pflegepersonal auf. Und sogleich ist auf dem Bildschirm zu sehen, wie das weisse Mittel ins Herzen strömt. Der Arzt wirkt zufrieden: «Unsere Patientin hat kein offenes Foramen ovale.» Nach 10 Minuten ist alles vorbei. Die Patientin kommt langsam wieder zu sich.

Weitere Informationen unter ameos.ch/einsiedeln. Bei Fragen und Anregungen zum Thema wenden Sie sich bitte an [email protected]

Konzentriert untersucht Chefarzt Hans- Ulrich Kain per Ultraschallsonde über den Monitor das Herz – unterstützt von seinem Team, das die Patientin während der leichten Narkose überwacht.

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