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Lieber gleich berechtigt als später

Lieber gleich berechtigt  als später Lieber gleich berechtigt  als später

50 Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechts brauche es einen weiteren Schub in Richtung Gleichstellung, finden fünf Schwyzer Politikerinnen. Anfang Jahr gründeten sie die Gruppe SP Frauen Schwyz.

Mitg. «Die Einführung des Frauenstimmrechts 1971 war ein wichtiger Schritt im Kampf um Gleichstellung – doch gewonnen ist er noch lange nicht», schreibt die Gruppe SP Frauen Schwyz: «Heute, fünfzig Jahre später, verdienen Frauen für die gleiche Arbeit mit gleicher Qualifikation im Schnitt noch immer zwanzig Prozent weniger als Männer.» Noch immer würden Frauen zwei Drittel der unbezahlten Arbeit wie Haushalt, Betreuung und Erziehung der Kinder erledigen und reduzierten daher die Erwerbsarbeit. «Im Rentenalter haben sie im Schnitt noch immer 37 Prozent weniger zur Verfügung », teilt die Gruppe mit: «Jede fünfte Frau über 65 lebt in der Schweiz in Armut.» Vernetzung und Austausch sind im Fokus der Gruppe «Das muss sich ändern», fanden fünf Schwyzer SP-Frauen. Um der Gleichstellung weiteren Schub zu geben, hat sich Anfang dieses Jahres die Gruppe SP Frauen Kanton Schwyz gegründet. Darin sollen sich Frauen vernetzen, austauschen und frauenpolitische Anliegen vorantreiben.

Im fünfköpfigen Kernteam engagiert sich auch Yvonne Stojanovic aus Einsiedeln: «Mein Hauptanliegen ist die echte Gleichstellung von Mann und Frau, sei dies in der Entlöhnung von Arbeit wie auch in der Anerkennung von Care-Arbeit, die noch sehr häufig nur auf den Schultern der Frauen liegt.» Ebenso wichtig ist Stojanovic, dass der Anteil an Frauen in allen Positionen, in denen Entscheidungen getroffen werden, aufgestockt werde. Für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie Konkret engagieren sich die Schwyzer SP-Frauen für kostengünstige Kinderbetreuung und Tagessstrukturen an allen Schulen, damit sich Beruf und Familie besser vereinbaren lassen.

Sie setzen sich für Lohngleichheit und bessere Bezahlung in den unterbezahlten frauentypischen Berufen sowie für eine faire Rentenreform ein, die allen Frauen ein Alter in Würde ermöglichen.

Ausserdem fordern die Frauen einen besseren Schutz von Frauen vor Gewalt. Wer sich einbringen, diskutieren und austauschen möchte, ist eingeladen, am 10. Juni am sogenannten «Polit-Walk & Talk» in Brunnen teilzunehmen.

Weitere Infos sind zu finden unter www.spschwyz.ch (SP Frauen) sowie auf Facebook oder Instagram.

Das Kernteam der SP Frauen Kanton Schwyz: Natalie Eberhard, Diana de Feminis, Prisca Bünter, Yvonne Stojanovic und Michèle Steiner (von links).

Foto: zvg

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