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GastroSchwyz sieht die momentanen Massnahmen kritisch

GastroSchwyz sieht die momentanen  Massnahmen kritisch GastroSchwyz sieht die momentanen  Massnahmen kritisch

GastroSchwyz führte seine 106. Delegiertenversammlung (DV) zum zweiten Mal in Folge schriftlich durch. Der Vorstand schaut auf ein sehr schwieriges und bewegtes Jahr 2020 zurück.

Mitg. Die Pandemie hat die Gastrobranche weiterhin im Griff und hinterlässt bei allen Beteiligten grosse Unsicherheit und Angst. Es braucht für die Branche eine vernünftige Perspektive und eine möglichst schnelle Rückkehr zur Normalität.

Bereits das zweite Mal nach 2019 musste die Delegiertenversammlung von GastroSchwyz wegen der Coronamassnahmen auf dem schriftlichen Weg stattfinden. 54 Delegierte wurden zur schriftlichen Abstimmung eingeladen. Alle Traktanden wurden gutgeheissen. Gleichzeitig kam es im Vorstand zu einer Mutation. Vize-Präsident Daniel Windlin (Gasthaus Adler, Küssnacht SZ) hat nach sechsjähriger reger Tätigkeit seinem Innerschwyzer Kollegen Mauro Lustenberger (Restaurant Gotthard, Goldau) sein Amt übergeben.

Widerstand kann kontraproduktiv sein Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Thema «Covid-19» im Jahresbericht des Präsidenten. Aus den Reihen der Wirtinnen und Wirte wird immer wieder aktiver Widerstand gegen die aktuelle Coronapolitik des Bundes gefordert. GastroSchwyz ist der Ansicht, dass solche Aktionen zwar publikumswirksam, möglicherweise aber kontraproduktiv sein können. Der Vorstand will, solange die Kanäle zu den Entscheidungsträgern noch offen sind, von solchen Aktionen weiterhin absehen.

Präsident Marco Heinzer sagt: «Wir verstehen, dass viele verzweifelt sind und keinen Ausweg mehr sehen. Ziel der Verbandsleitung ist es aber, weiter besonnen und verantwortungsvoll den Weg zu beschreiten, welcher am meisten Erfolg für die Branche und Mitglieder verspricht.» Terrassen-Öffnung bietet nur bedingte Entlastung Wie in der gesamten Schweiz leidet auch die Gastrobranche im Kanton Schwyz stark unter den Coronamassnahmen. Einzelne Betriebe sind seit mehr als einem Jahr im Lockdown und können daher nicht arbeiten. Auch die aktuelle Lage mit den Terrassen- Öffnungen bietet den Gastrobetrieben nur eine bedingte Entlastung. Einzelne Lokale verfügen entweder über keine Terrasse oder nur über solche, die aufgrund der Wetter- oder Klimasituation nicht öffnen können. Trotzdem mussten sich einzelne Betriebe gegenüber der Bevölkerung rechtfertigen, dass sie den Betrieb trotz Terrassenöffnungen nicht aufnehmen.

Der Verband bittet die Bevölkerung an dieser Stelle um Verständnis. Jede Wirtin und jeder Wirt will schon lange wieder arbeiten, aber eben in einem geregelten Betrieb. Die Gastronomie und Hotellerie und deren Gäste haben die gleichen Wünsche. Die Gäste wollen die Betriebe wieder besuchen und die Gastgeber wollen die Gäste wieder bewirten. Der Branche ist aber auch bewusst, dass die Gesundheit der Gäste, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Bevölkerung im Vordergrund steht. GastroSchwyz appelliert daher an die Geduld aller, obwohl dies in diesen Zeiten keineswegs einfach ist.

Klare Forderungen an das kantonale Amt

Trotz aller Geduld sieht der Vorstand vor allem die momentanen Massnahmen kritisch. Diese fallen teilweise sehr willkürlich, kaum oder schwer umsetzbar und gegenüber anderen Branchen sehr ungerecht aus. Die Restauration ist mittlerweile praktisch die einzige Branche, die behördlich geschlossen ist.

GastroSchwyz fordert daher eine Gerechtigkeit für die Branche und hat dem kantonalen Amt hinsichtlich der Härtefallentschädigungen klare Forderungen gestellt. Der Vorstand ist der Ansicht, dass Gleichberechtigung und Gerechtigkeit für alle gelten muss und steht daher mit der Schwyzer Regierung im ständigen Austausch. Seit Beginn der Krise hat sich dieser Austausch intensiviert und verbessert. Präsident Marco Heinzer hofft, dass sich dies auch in Zukunft fortsetzt und kämpft mit dem Vorstand zusammen immer sehr nahe beim Entscheidungsträger für gemeinsame gute Lösungen.

Das Arbeiten unter den behördlichen vorgegebenen Massnahmen und Auflagen ist immer noch sehr schwierig. Jeder Gastronom und Hotelier im Kanton Schwyz ruft nach «Normalität». Der Verband wird sich weiter für ein schnelles Erreichen dieses Ziels einsetzen.

Vize-Präsident Daniel Windlin (rechts) hat nach sechsjähriger Tätigkeit sein Amt an Mauro Lustenberger übergeben.

Foto: zvg

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