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Nicht gesicherte Ladung kippt und Lastwagen schrottet Garten

Staatsanwaltschaften müssen sich mit verschiedensten Fällen befassen. Nachfolgend einige Beispiele, die auf dem Gebiet der Staatsanwaltschaft Höfe Einsiedeln passiert sind.

PATRIZIA BAUMGARTNER

Ein Dachdecker machte sich an einem späteren Freitagnachmittag auf den Weg ins Wochenende. Von einem Parkplatz in Pfäffikon fuhr der 59-Jährige rückwärts und übersah dabei ein hinter ihm durchfahrendes Fahrrad. Die Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen verursachte Sach- und Personenschaden. Der Mann muss eine Busse von 300 und Verfahrenskosten von weiteren 800 Franken begleichen, da er sich auf die anderen Verkehrsteilnehmer hätte konzentrieren müssen.

Ein 30-jähriger Chauffeur sicherte seine Ladung nicht genügend und verursachte damit einen grossen Landschaden. Im letzten Juni lud er frühmorgens vorgefertigte Holzelemente mit einer Höhe von 4,18 Metern auf seinen Scania- Lastwagen. Die Gesamthöhe des Fahrzeugs betrug somit über 5 Meter, und der Mann hätte für diesen Transport eine Ausnahmebewilligung gebraucht. Dies war jedoch noch nicht das Hauptproblem: Der Fahrer lenkte seinen Lastwagen in eine Rechtskurve, wobei sich die Ladung trotz angebrachter Spanngurte verschieben konnte. Deshalb kippte der ganze Lastwagen auf die Seite. Der Sachschaden betrug rund 130’000 Franken, die angrenzende Gartenanlage und der Lastwagen sowie die Ladung wurden beschädigt.

Der Chauffeur muss eine Busse von 2000 Franken sowie Verfahrenskosten von weiteren 1130 Franken übernehmen. Autoschilder und Spritztour

Ein Höfner machte sich des vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern schuldig, da er diese trotz behördlicher Aufforderung nicht abgab. Ende Mai ordnete das Schwyzer Verkehrsamt für einen Opel-Fahrer den Entzug des Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder innert 20 Tagen an, da er die Verkehrssteuern in der Höhe von 1064 Franken nicht bezahlt hatte. Innert der gesetzten Frist gab der 35-Jährige weder die Schilder ab, noch beglich er den ausstehenden Betrag. Vonseiten der Staatsanwaltschaft wurde er deshalb mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu 210 Franken mit zwei Jahren Probezeit sowie einer Busse von 780 Franken verurteilt. Die Verfahrenskosten betragen zusätzlich 740 Franken.

Ein 19-jähriger Lachner unternahm im letzten April eine Spritztour mit Folgen. Er lenkte den BMW ohne Sicherheitsgurte zu tragen auf die Sattelegg und war mit mindestens 70 oder sogar 80 Stundenkilometern unterwegs. In einer Kombination von Links- und Rechtskurven sowie Unebenheiten auf der Fahrbahn verlor der Junglenker jedoch die Herrschaft über sein Fahrzeug.

Darauf kollidierte das Fahrzeug zuerst mit einem Leitpfosten und dann mit der Böschung, bevor es diagonal über die ganze Fahrbahn rutschte und drei Meter neben der Strasse zu stehen kam. Der Ausserschwyzer gefährdete die Sicherheit und Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer und vor allem auch seiner zwei Mitfahrer. Einer erlitt zudem eine Verstauchung der Halswirbelsäule und eine Hirnerschütterung.

Dieser Vorfall kostet den Fahrer nun 50 Tagessätze zu 30 Franken mit einer Probezeit von zwei Jahren, eine Busse von 630 sowie Verfahrenskosten von weiteren 1580 Franken.

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