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Es lohnt sich, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen

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Am Dienstag, 22. September, trafen sich 22 Frauen im Pfarrsäli Gross, um mehr über die Patientenverfügung und den Vorsorgeauftrag zu erfahren.

Mitg. Die Patientenverfügung ist ein sehr wichtiges Thema heute, welches gerne wieder verschoben wird, da man sich doch mit dem Sterben und dem Tod auseinandersetzen muss. Wer macht das schon gerne, wenn man mitten im Leben steht?

Barbara Callisaya hiess die Referentin des Abends und sie stellte sich und ihre Stelle nach der Begrüssung gleich vor. Sie ist Stellenleiterin bei der Patientenstelle Zentralschweiz, welche in Luzern ihr Büro hat.

Die Patientenverfügung und der Vorsorgeauftrag kommen zum Einsatz, wenn jemand urteils- und somit handlungsunfähig geworden ist. Seit dem Jahr 2013 besteht die Auftragspflicht. Sie können von jeder volljährigen Person erstellt werden. Die Voraussetzung dafür ist beim Vorsorgeauftrag die Urteils- und Handlungsfähigkeit, bei der Patientenverfügung nur die Urteilsfähigkeit.

Barbara Callisaya erklärte im Detail, um was es beim Vorsorgeauftrag geht und wie er erstellt werden muss, damit er seine Gültigkeit hat. Es ist sicher eine sehr wichtige Sache, vor allem wenn man nicht möchte, dass die Behörden eingeschaltet werden müssen im Falle, wenn man selber nicht mehr urteils- und handlungsfähig ist. Dann kann die eingesetzte Vertrauensperson die Entscheidungen und Geschäfte übernehmen und zwar so, wie man es gerne gehabt hätte.

Fallbeispiel Michael Schumacher

Mit dem Beispiel vom ehemaligen Formel-1-Fahrer Michael Schumacher führte sie vor Augen, wie es ist, wenn man eben keinen Vorsorgeauftrag hinterlegt hat. Dort verfügte die KESB und seine Frau musste über jeden grösseren Betrag oder Verkauf bei den Behörden um Erlaubnis bitten. Ein Hausverkauf war so nicht einfach möglich. Hätten sie vorher die nötigen Vorkehrungen getroffen und wäre die Frau von Michael Schumacher als Bevollmächtigte eingesetzt worden, wäre es nicht so weit gekommen und sie hätte eigenständig über alles verfügen können.

Auch die Patientenverfügung ist ein wichtiger Bestandteil in der heutigen Zeit, wenn man selber entscheiden will, was mit einem geschieht in der letzten Phase des Lebens. Auch hier wurde durch Barbara Callisaya alles erläutert, wie was auszufüllen ist.

Nach zwei weiteren Fallbeispielen aus der Praxis war der Vortrag beendet. Dank der ausführlichen Informationen brauchten keine Fragen gestellt zu werden. Vom Angebot, eine Patientenverfügung, einen vorgedruckten Vorsorgeauftrag zum Abschreiben und weitere Informationen zu erwerben, machten ziemlich alle Anwesenden Gebrauch. Jetzt muss man sich nur noch die Zeit nehmen, sich damit auseinanderzusetzen und alles auszufüllen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Barbara Callisaya bei ihrem interessanten Vortrag über das wichtige Thema Patientenverfügung.

Foto: zvg

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