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Zuständig für den «Hotspot des Zürichsees»

Zuständig für den «Hotspot des Zürichsees» Zuständig für den «Hotspot des Zürichsees»

Unterwegs mit der Schwyzer Umwelt- und Seepolizei: Rund um die Inseln Ufnau und Lützelau ist viel los.

PATRIZIA BAUMGARTNER

Die Folgen des Aufrufs für Ferien in der Schweiz zeigen sich auch auf den Schwyzer Gewässern. Allerdings nicht erst seit den Sommerferien. Schon im warmen Frühling wurden viele Wassersportler auf dem Zürichsee gesichtet, heisst es aus den Reihen der Schwyzer Umwelt- und Seepolizei.

Speziell ist die Situation im Frauwinkel zwischen Pfäffikon und den beiden Zürichseeinseln: Es gilt die erweiterte Uferzone mit Maximalgeschwindigkeit 10 Stundenkilometer. Dort findet man ausserdem den längsten zusammenhängenden Schilfgürtel des Zürichsees. Gelbe Bojen markieren die Wasserschutzzonen, in die niemand rein darf, ausser die Seepolizei und Seerettung oder die Berufsfischer. Grundkenntnisse sind wichtig

Im Frauwinkel herrscht in den Sommermonaten ein reger Schiffs- und Freizeitverkehr. Die Schwyzer Umweltschutz- und Seepolizei würde sich jedoch wünschen, dass Wassersportler die Regeln besser kennen. Schiffe mit Motor bis 8 PS oder 15 Quadratmetern Segelfläche sind prüfungsfrei, wie auch Kajaks, Stand-up-Paddles (SUP) und mehr. Aber: «Die Regeln gelten auch für sie», betont Sandro Wey, Gruppenleiter der Schwyzer Umwelt- und Seepolizei. Keine Prüfung zu benötigen, dürfe nicht heissen, dass man sich keine Gedanken machen müsse.

Wo man hinfahre und ob es eine Schwimmhilfe oder Licht brauche, sollten alle Wassersportler wissen und im Voraus überlegen. Minimale Grundkenntnisse der Regeln auf dem Wasser wären ebenfalls gut. Zum Beispiel zeigt die App «auf Kurs» genau, wo auf dem See man sich befindet und welche Regeln dort gelten.

Frage der Verhältnismässigkeit Die Ordnungsbusse bei einer Fahrt durchs Naturschutzgebiet mit dem SUP beträgt 50 Franken – mit dem Boot sind es 100 Franken. Es sei jedoch illusorisch, alle zu erwischen und zu büssen. «Man muss immer verhältnismässig handeln. Analog zum unerlaubten Handy am Steuer im Strassenverkehr. » Es ist ausserdem eine Frage der Ressourcen: Der Leiter Umweltschutzund Seepolizei hat drei Mitarbeiter, hinzu kommen sechs Miliztaucher und 13 Bootsführer. Das Problem: «Wir können nicht überall gleichzeitig sein», gibt Wey zu bedenken. Es gibt nur eine einzige Schwyzer Seepolizei-Patrouille, aber sechs Seen. Die Patrouillen wechseln sich normalerweise zwischen Inner- und Ausserschwyz ab.

Sandro Wey und Corinne Imlig präsentieren ihr neues Schiff «P11» am Steg in Pfäffikon.

Foto: Patrizia Baumgartner

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