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Vertrag über Alterswohnungen oppositionslos überwiesen

Vertrag über Alterswohnungen  oppositionslos überwiesen Vertrag über Alterswohnungen  oppositionslos überwiesen

An der «corona-like» durchgeführten Gemeindeversammlung Unteriberg vom Donnerstagabend wurde die Jahresrechnung 2019 inklusive sämtlicher Nachkredite ohne Gegenstimme genehmigt.

KONRAD SCHULER

Gemeindepräsident Edy Marty durfte rund 40 Bürgerinnen und Bürger willkommen heissen und sie 45 Minuten später auch schon wieder in die Nacht entlassen.

Säckelmeister Thomas Marty referierte einerseits über die Nachkredite und anderseits über die Verwaltungsrechnung 2019. Die laufende Rechnung 2019 schloss mit einem Ertragsüberschuss von 715’000 Franken ab. Dem Gesamtaufwand von 12,704 Millionen Franken stand ein Gesamtertrag von 13,419 Millionen Franken gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Aufwand um 13’000 Franken zu, der Ertrag um 745’000 Franken.

Ein höchst erfreuliches Ergebnis lieferte das Alters- und Pflegeheim ab. 228’000 Franken konnten dank tieferen Personalkosten und Mehreinnahmen zusätzlich gegenüber dem Budget generiert werden. «Etwas sehr Erfreuliches waren die Steuermehreinnahmen von 300’000 Franken», führte Säckelmeister Thomas Marty aus. Das Eigenkapital betrug per Ende 2019 1,15 Millionen Franken.

Nachkredite und Verwaltungsrechnung wurden ohne Nachfragen und ohne Gegenstimme befürwortet.

Pachtvertrag wortlos überwiesen Die Genossame Yberg erstellt aktuell direkt neben dem Altersund Pflegeheim Ybrig ein Gebäude mit zwölf Zweieinhalbzimmer- Wohnungen.

Die beiden Ybriger Gemeinden sind sich mit der Genossame einig darüber, dass die Vermietung der neuen Alterswohnungen durch die Gemeinden über das Alters- und Pflegeheim Ybrig erfolgen soll. Aus diesem Grund wurde ein Pachtvertrag ausgearbeitet, der von Gemeindepräsident Edi Marty, Gemeinderat Ruedi Keller und Säckelmeister Thomas Marty kurz vorgestellt wurde. Da die beiden Ybriger Gemeinden als Träger des Altersund Pflegeheims Ybrig kaum in der Lage wären, dieses Projekt selber zu finanzieren, wurde diese Lösung gewählt. Für diese Lösung sprechen weitere Gründe. Verschiedene Angebote des Alters- und Pflegeheims können auch von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Alterswohnungen mitbenützt werden. Es entstehen also willkommene Synergien. Mit dieser Lösung wird den Bewohnerinnen und Bewohnern zudem das Leben in der Übergangsphase zwischen der Benützung der privaten Wohnung oder Liegenschaft und einem allfälligen späteren Eintritt ins Alters- und Pflegeheim Ybrig nach Wahl in einigen Bereichen erleichtert. Gemeindepräsident Edi Marty bemerkte zudem, dass ja die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger von Unteriberg auch Genossenbürger ist.

Der monatliche Mietzins wurde im ersten Jahr auf 12’500 Franken festgesetzt, in den Folgejahren auf 13’500 Franken. Es ist vorgesehen, den Pachtvertrag vorerst für eine Dauer von fünf Jahren abzuschliessen. Mit der Unterzeichnung des Vertrages bekräftigen die Vertragspartner ihren Willen, einen Nachfolgevertrag über wiederum mindestens fünf Jahre abzuschliessen. Den Gemeinden wird zudem ein Vorkaufsrecht eingeräumt. Zum Entwurf wurde keine einzige Frage aus der Versammlung heraus gestellt. So konnte dieser oppositionslos an die Urnenabstimmung vom 27. September überwiesen werden. Der fünfjährige Vertrag tritt nur in Kraft, wenn er von beiden Gemeinden angenommen wird, was aufgrund der Geschehnisse an den beiden Gemeindeversammlungen wohl eine reine Formsache sein wird.

Der Vertrag über die sich im Bau befindenden Alterswohnungen wurde oppositionslos an die Urnenabstimmung vom 27. September überwiesen. Foto: Konrad Schuler

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