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Reich an Ruhe, Licht, Stille und Frieden

Krippenspiel des Blaurings vom 24. Dezember in der Jugendkirche

Die Mädchen des Blaurings boten mit männlicher Verstärkung den Besuchern in der Jugendkirche ein besinnliches Krippenspiel.

LUZIA OBERHOLZER

Grosse Anspannung war zu spüren, auf das, worauf man auch wartet in der Adventszeit, als die Kinder kurz vor der Aufführung am 24. Dezember in der Jugendkirche erwartungsvoll bereit sassen und noch tuscheln durften. Bald schon kamen die ersten Spieler auf ihre Position und es wurde merklich stiller. Der Chor der Bluesingers reihte sich ebenfalls auf und die Orgel eröffnete feierlich diesen Gottesdienst mit Krippenspiel.

Pater Basil, in Begleitung von Engeln und dem Gesang des Chores, schritt nach vorne und eröffnete den Gottesdienst im Namen des Vaters. Er begrüsste alle und erklärte, was die Adventszeit bedeutet. An Weihnachten möchte man mit den Angehörigen, der Familie und allen, die einem etwas bedeuten, zusammen sein und mit Geschenken Freude bereiten. Gott hat sich selber beschenkt, als er zu uns kam und damit Frieden und Freude brachte.

Krippenspiel

«Ufem Wäg durchs Läbe sind mir nöd elei», so der Titel des diesjährigen Krippenspiels, einstudiert durch die Blauringmädchen und männliche Verstärkung. Diese besondere Nacht wurde auch besungen von den Sängerinnen, als eine, die einen reich macht. Nicht an Geld oder Geschenken, sondern reich an Ruhe, Licht, Stille und Frieden. Lassen wir uns also beschenken und spüren die Nähe von anderen, wir sind nicht alleine, so die Bitte an Gott, bevor Pater Basil zum eigentlichen Spiel überleitete, in eine Zeit ein paar Wochen vor Christi Geburt nach Nazareth.

Dort auf dem Dorfplatz startete erfrischend eine Gruppe junger Frauen eine Szene um Maria herum. Als bekannt wurde, dass ein Licht erschienen sei, um Maria anzukünden, dass sie schwanger ist, stehen ihr ihre Freundinnen bei und auch ganz gelassen der Josef mit seinen tröstenden Worten und Gesten.

Mit «Mary did you know» sang der Chor auch einige englische Weihnachtslieder, die zu den einzelnen Szenen gut passten. Zu alledem kam noch die belastende Reise nach Bethlehem hinzu, was zu einem Abschied führte und zur Frage des Chores: «Warum grad jetz, warum grad hüt?» ¨ Marias Freundinnen begleiteten sie und standen ihr auch bei, als sie ein Zimmer brauchte. Doch alles Suchen nützte nichts, alles war ausgebucht, Hochkonjunktur wegen Volkszählung war der Grund. Nur in einem Stall war ein Plätzchen frei. Die Hirten auf dem Feld und die drei Weisen aus dem Morgenland sind auch unterwegs, da ihnen ein heller Stern erschienen ist, um den Weg zu zeigen an den Ort, wo der König auf die Welt kommt. «Thank you Lord, a shining star …» führt sie dann schlussendlich zum Stall, wo Josef viel gebetet und alle gespürt haben, dass das neugeborene Kind etwas Besonderes ist.

Stille liegt im Raum und auf die Einladung hin zum Reinkommen strömen alle zur Krippe, um ihn zu beschenken und zu ehren. Was passend war zu den einleitenden Worten von Pater Basil, mit Familie und Freunden und in Begleitung von Gott spüren alle den Frieden und die Liebe.

Nach der Aufführung trugen die Freundinnen Marias die Fürbitten vor, in denen man um Freundschaften pflegen, Herzen offen halten, Licht verschenken und nahe sein bei Verstorbenen bat.

Die Qualität der gesprochenen Texte des Spieles war dank der Mikrofonanlage sehr hoch. Alle Spieler glänzten durch deutliches und auswendiges Sprechen und durch ihre Natürlichkeit. Die Dankesworte vom Zelebranten gingen an den Blauring fürs Theaterstück, Franziska Keller fürs Schreiben, die erweiterte Schauspielgruppe und an Elias Zeugin für die Rolle des sehr geduldig gespielten Christkindlis. Der Erlös der Kollekte wird wiederum an das Kinderspital Bethlehem gehen, das sehr auf Spenden angewiesen ist, um die Kinder im Westjordan zu behandeln. Traditionsgemäss sangen alle stehend zum Schluss das weltbekannte Weihnachtslied «Stille Nacht, heilige Nacht» bei abgelöschtem Licht. Mit Gottes Segen und gesegnetem frohen Weihnachtsgruss wurden die kleinen und grossen Besucher verabschiedet.

Das Krippenspiel des Blaurings Einsiedeln kam bei den Besuchern sehr gut an. Foto: Franz Kälin

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