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Gelebte Gemeinschaft zelebriert

Gelebte Gemeinschaft zelebriert Gelebte Gemeinschaft zelebriert

Procap-Weihnachtsfeier mit musikalischer Umrahmung

Immer wieder ist die Advents- und Weihnachtsfeier der behinderten Mitglieder von Procap Einsiedeln der Höhepunkt im Vereinsjahr.

KLEMENS LAGLER

In den letzten Jahren fand die Feier im Paracelsus-Saal des Hotels Drei Könige statt. Wegen des Hotelumbaus feierte man am letzten Samstag im Saal Balthasar. Dank der weihnachtlich dekorierten Tische fühlte man sich im sonst eher kahlen Saal sehr wohl. Der Präsident Klemens Lagler durfte als Gäste Bezirksrat Meinrad Gyr und von der Klostergemeinschaft Pater Rafael Schlumpf sowie über 40 der knapp 80 Mitglieder und einige Begleitpersonen willkommen heissen. Viele hatten sich entschuldigt.

Nach dem feinen Mittagessen überbrachte Bezirksrat Meinrad Gyr die Grüsse und besten Wünsche vom Bezirk. Er hat das Ressort Infrastruktur unter sich, ist aber auch noch ad interim zuständig für das Ressort Soziales und Gesundheit, das der leider allzu früh verstorbene Gerhard Villiger innehatte.

Sehr interessant waren seine Ausführungen über die Arbeiten am Klosterplatz, der besonders auch für die vielen Rollstuhlfahrer und Gehbehinderten sehr aktuell ist. Der momentane Baustopp ist für ihn und die meisten von uns nicht nachvollziehbar. Wieso darf an bestimmten Stellen Mörtel für die Steine verwendet werden und an andern Orten störe es den Charakter des Klosters? Grüsse und eine Geschichte

Pater Rafael überbrachte nicht nur Grüsse vom Kloster, sondern auch von Maria Hensler, die wieder in Spitalpflege sein muss. Auch gedachte er zusammen mit den Anwesenden Gery Villiger, der ja auch einige Male Gast an der Procap-Feier war. Wie immer hatte Pater Rafael auch dieses Jahr wieder eine Geschichte mitgebracht. Diesmal war es die Legende von der Christrose. Der mittellose Hirte, der dem Christkind nichts zu schenken hatte, vergoss darüber Tränen und aus diesen Tränen sprossen die Blumen, die er an die Krippe brachte und die das Jesuskind mit einem Lächeln verdankte.

Tolle musikalische Unterhaltung Gespannt waren alle auf die Darbietungen, die in der Einladung zur Feier angedeutet worden waren. Kurz nach halb zwei traten das Alphorn-Trio Echo vom Johannesberg und die Forstberg-Jutzer in den Saal und erfreuten die Anwesenden mit schönen Melodien, Jutzen und Gesang.

Engelberger Echo, dr Bärner, Choral für Luzern und bim Wägchrüz waren wunderbare Alphornmelodien, während die Forstberg-Jutzer den Chäsere-Jutz, der Alphirt, s’Arvejützli und s’Turpäjützli zum Besten gaben. Beim Lied «Kamerade wemmer sii» erlebte man so richtig das Zusammengehörigkeitsgefühl der anwesenden Behinderten, auf die der Text des Liedes ganz besonders gut passt. Den Abschluss machte das Alphorntrio mit der, so sagt man, meistgespielten Alphornmelodie «uf der Bänklialp» von Johann Aregger. Langanhaltender Applaus war den Musikanten und Jodlern beschieden.

Für die Jubilare mit höheren Geburtstagen während des Jahres ist dieser Anlass jeweils die Gelegenheit, für diesmal sechs Frauen und einen Mann, zu einem runden Geburtstag zwischen 60 und 85 Jahren Gratulationen zu erhalten. Sag es mit Blumen, ist auch hier die Devise. Für die obligate Bescherung hat man neu eine etwas einfachere Version gewählt. Aus den dankbaren Anerkennungen der Beschenkten konnte man entnehmen, dass der Grittibänz und die originell verpackten Gutscheine gut angekommen sind. Beim Adieusagen wies der Präsident darauf hin, dass eine solche Feier und die Bescherung nur dank der Spenden aus der Bevölkerung ermöglicht werden können. Mit dem Dank für diese und noch kommenden Spenden und den besten Weihnachtsund Neujahrswünschen an alle verabschiedete er die strahlende und dankbare Procapfamilie.

Oben: Meinrad Gyr vertrat den Bezirksrat an der Procap-Weihnachtsfeier. Mitte und unten: Das Alphorn-Trio Echo vom Johannesberg sorgte für urchige Alphornklänge, und die Forstberg-Jutzer erfreuten alle im Saal mit schönem Gesang. Fotos: Klemens Lagler

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