Marie-Thérèse Oechslin-Jeandupeux

Mo, 21. Jul. 2014

Sonntag, 29. Juni 2014, nachmittags. In Anwesenheit der Familie sagte unsere Mutter: «Donnez-moi les mains, je vous aime de tout mon coeur!» Diese Gestik und die Worte beschreiben Marie-Thérèse Oechslin-Jeandupeux trefflich. 

Marie-Thérèse wurde am 27. Juli 1929 als drittes Kind von Paul Jules Jeandupeux und Ida Jeandupeux-Strub geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie mit ihren zwei älteren Brüdern Pierre und Hubert sowie der jüngeren Schwester Colette in den jurassischen Freibergen in Saignelégier. Zu diesem Zeitpunkt war dieser Landesteil noch «le Jura bernois». Wie aus der Geschichte bekannt, können die Bewohner dort zur Radikalität neigen. So konnte bisweilen unsere Mutter auch sein und ihre Umwelt zum Teil auch in «Schwarz und Weiss» teilen.

Anfang der 1950er-Jahre lernte sie ihren späteren Ehemann Noldy Oechslin kennen, welcher in Saignelégier bei der dortigen Filiale der Schweizerischen Volksbank einen Stage absolvierte. Am 20. Oktober 1956 wurde in der Kirche in St. Ursanne die Hochzeit besiegelt und im Heimatort von Marie-Thérèse wurde gefeiert. Etwas später trat Noldy eine neue Stelle bei der Volksbank in Zürich an und beide wohnten zu dieser Zeit in Dietikon. Dort verlebte Marie-Thérèse eine sehr glückliche Zeit. 

Kurze Zeit später erfolgte der Umzug nach Einsiedeln aufgrund der beruflichen Veränderung von Noldy. Das Glück war gross als im Oktober 1960 der erste Sohn Daniel geboren wurde. Die Familie wuchs danach stetig weiter. André wurde exakt am fünften Hochzeitstag dem 20. Oktober 1961 geboren. Sohn Michel erblickte am 5. November 1963 das Licht der Welt. Alain wurde am 9. Juni 1968 geboren. Gross war die Freude als danach auch die erste Tochter auf die Welt kam. Pascale vergrösserte die Familie im März 1970.

Marie-Thérèse hatte alle Hände voll zu tun, um diese Rasselbande im Zaum zu halten und widmete sich ganz der Erziehung ihrer Kinder. Sie hielt so auch ihrem Mann Noldy den Rücken frei, da dieser beruflich wie auch im gesellschaftlichen Leben in Einsiedeln sehr engagiert war. 

Als am 24. September 1978 der Kanton Jura nach mehreren lokalen Plebisziten in der Volksabstimmung vom Kanton Bern getrennt wurde und der eigene Kanton gegründet werden konnte, war die Freude im Hause Oechslin-Jeandupeux sehr gross. 

Im November 1980 konnte die Familie in das neu erstellte Eigenheim im Märzenberg 16 in Einsiedeln einziehen. Nach den jahrelang sehr engen Wohnbedingungen als siebenköpfige Familie war der neue Standard sehr willkommen. Jedes der Kinder hatte nun sein eigenes Zimmer.

Nachdem der Nachwuchs über die Zeit ausgezogen war und Noldy im Juli 1990 pensioniert wurde, konnte Marie-Thérèse zusammen mit ihm noch weitere 18 Jahre geniessen. Der Grossteil davon war unbeschwert. Auch die in den Jahren zwischen 2001 und 2012 geborenen fünf Enkelkinder haben Marie-Thérèse sehr grosse Freude bereitet. Am 26. Juli 2008 musste sich Marie-Thérèse für immer von ihrem Noldy verabschieden. Die Jahre danach waren geprägt von dem eigenen körperlichen Zerfall und Altersbeschwerden. Dank der grossen Hilfe aus der Nachbarschaft und von guten Freunden sowie später auch durch die Spitex, konnte Marie-Thérèse noch mehr als fünf Jahre zu Hause verbringen. Die Angehörigen haben grossen Respekt für die uneigennützige Unterstützung all dieser Personen und möchten sich an dieser Stelle sehr herzlich dafür bedanken! 

Ende April dieses Jahres musste sich Marie-Thérèse in Spitalpflege begeben. Nach dem Spitalaufenthalt war es leider nicht mehr möglich zurück nach Hause zu kehren, da Marie-Thérèse auf weitergehende Unterstützung und Pflege angewiesen war. Sie wurde im Altersheim Gerbe mit viel Hingabe, Geduld und Verständnis gepflegt. 

Am Mittwoch, 2. Juli um 15.45 Uhr konnte Marie-Thérèse, wie es ihr Wunsch war, in Ruhe und Frieden einschlafen. 

Wir sind dankbar für ein langes und erfülltes Leben. Wir bitten Sie alle, Marie-Thérèse ein ehrendes Andenken zu bewahren und möchten allen danken, welche unserer Mutter in ihrem Leben Gutes getan haben.


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