Es gibt auch 2020 kein "kleines" Welttheater

Do, 12. Apr. 2018

Vi. Die wirtschaftlichen Eckpunkte für das Welttheater 2020 sind bekannt. Für ein ausgeglichenes Budget von 4,85 Millionen Franken braucht es in zwei Jahren mehr als 50’000 zahlende Zuschauer.

Am 11. April hat der Vorstand der Welttheatergesellschaft Einsiedeln die Katze aus dem Sack gelassen. Und die Botschaft ist klar: Trotz Zuschauerrückgang und Defizit bei der letzten Spielperiode gibt es 2020 keine abgespeckte Variante.
«Wir konnten gar nicht anders», begründet Präsident Hanspter Kälin den Entscheid. «Wer nach Einsiedeln kommt, will etwas Grosses, etwas Grossartiges sehen.» Nicht nur der Klosterplatz verlange nach einer solchen Inszenierung; sie entspreche, so Kälin, auch dem Anspruch der Welttheater-Tradition.
Leicht gemacht hat sich der Vorstand die Budgetierung nicht; es gab viele Diskussionen und Abwägungen. «Mit einer kleineren Produktion», ist Kälin jedoch überzeugt, «würden wir ein grösseres Risiko eingehen.» Das ausgeglichene und vom neuen Quästor Lukas Lang präsentierte Budget geht von Einnahmen und Ausgaben über 4,85 Millionen Franken aus; die Ticketeinnahmen machen mit 3,85 Millionen Franken 80 Prozent aller Einkünfte aus.
Nachdem im Vorjahr mit Autor Lukas Bärfuss und Regisseur Livio Andreina die künstlerische Leitung präsentiert wurde, war an der diesjährigen GV der künstlerische Stab an der Reihe. Er umfasst Anna Maria Glaudemans Andreina (Bühne, Kostüm, Maske), Judith Gerstenberg (Dramaturgie), Graham Smith (Choreografie) und Michael Wertmüller (Musik). Deren Äusserungen liessen keine Zweifel offen, dass wirklich alle am Welttheater 2020 willkommen sind.

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