Ausstellung über "Benziger" eröffnet

Do, 12. Okt. 2017

Vi. Die neue Ausstellung im Museum Fram reicht weit in die Gegenwart hinein. Mit «Benziger. Der Weltverlag im Klosterdorf» gelingt eine bisher vermisste Aufarbeitung einer für Einsiedeln einst prägenden Epoche – «Benziger» so nah wie nie. 

Das hat es noch nie gegeben: Eine sinnliche Ausstellung samt wissenschaftlicher Publikation zu Benziger – ein Komplett-Paket zum bedeutendsten Unternehmen, das Einsiedeln je hervorgebracht hat. Damit hat die 2003 gegründete Stiftung Fram Kulturerbe Einsiedeln ihre zentralste Bestimmung eingelöst: Die ihr anvertrauten Sammlungen zu betreuen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ein Buch ebnet den Weg

Die wichtigste Sammlung im Museum Fram ist jene des Benziger Archivs. Diese motiviert seit 2003 wiederholt zu Ausstellungen, wobei jedoch nur Teilbereiche berücksichtigt wurden («Die fromme Industrie um 1900»). Erst das aktuell vorliegende Buch von Heinz Nauer ««Fromme Industrie. Der Benziger Verlag Einsiedeln 1750–1970» lieferte sozusagen die Grundlage für eine «Gesamtschau».

Noch immer präsent

Die Ausstellung, welche ab Sonntag der Öffentlichkeit zugänglich ist, illustriert den Werdegang, die Blütezeit und den Niedergang des Benziger Verlags Einsiedeln, der einstigen «Hofdruckerei» des Klosters, den es seit Mitte der 1990er-Jahre nicht mehr gibt.
Die materiellen Spuren, die Benziger hinterlassen hat, sind am Verblassen. Geblieben sind die Erinnerungen. Und diese holt die Ausstellung in die Gegenwart zurück – um zu erkennen, dass Benziger noch immer Gegenwart ist. Mindestens für Einsiedeln.

 

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